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Syrien
Kurdische Kämpfer verkünden Sturm auf IS-Hochburg Rakka

Syrien: Kurdische Kämpfer verkünden Sturm auf IS-Hochburg Rakka
FOTO: rtr, ALH/ys
Düsseldorf. Die syrische Stadt Rakka gilt als inoffizielle Hauptstadt der IS-Terrormiliz. Nach dem Start des Großangriffs auf Mossul im Nordirak haben kurdische Kräfte nun auch den Sturm auf die syrische Hochburg Rakka verkündet.

Kurdische Kämpfer haben ihren Angriff auf die inoffizielle IS-Hauptstadt Rakka in Syrien begonnen. Unterstützt von Luftangriffen der US-geführten Militärkoalition werde man Schritt für Schritt vorgehen, sagte eine Kommandeurin der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).

Die Offensive gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS)
mit dem Namen "Wut des Euphrates" begann demnach in der Nacht zuvor. Die Sicherheit von Unbeteiligten habe Vorrang, sagte die Sprecherin. Vier Fünftel der teilnehmenden Kämpfer seien Zivilisten, die aus Rakka geflohen waren.

Bestimmende Kampfeinheiten werden die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) sein, die die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) dominieren.
Den SDF gehören auch turkmenische, arabische und assyrische Gruppen an. YPG und SDF sind die wichtigsten Verbündeten des Westens gegen die sunnitischen Extremisten des Islamischen Staates (IS) in Syrien.
Die Kurden beherrschen mittlerweile große Teile der Grenze zur Türkei, über die früher der IS-Nachschub lief.

Seit 2014 unter Kontrolle des IS

Mit dem Nachbarland gibt es aber einige Spannungen. Ankara will verhindern, dass die Kurden weitere syrische Gebiete unter ihre Herrschaft bringen. Die türkische Armee hatte im August einen Bodeneinsatz mit Panzern in Syrien begonnen. Sie unterstützt damit Rebellen und bekämpft die YPG und den IS. Die SDF-Kommandeurin forderte die Türkei laut Rudaw auf, sich nicht in syrische Angelegenheiten einzumischen.

Bereits Mitte Oktober hatten irakische Streitkräfte einen Großangriff auf die vom IS gehaltene Millionenstadt Mossul im Nordirak begonnen.
Mittlerweile sind sie auf das östliche Stadtgebiet vorgedrungen. Die Dschihadisten stehen in ihrem Herrschaftsgebiet seit Monaten massiv unter Druck. Rakka ist seit 2014 unter Kontrolle des IS.

Auch die syrische Regierung und ihre Verbündeten, darunter vor allem Russland und der Iran, kämpfen in dem Bürgerkriegsland gegen den IS.
Während die USA Rebellengruppen gegen die Regierung unterstützen, haben sich die Kurden weitgehend mit den Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad arrangiert.

(vek/dpa)
 
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