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Selbstmordanschlag
Mindestens 29 Tote bei Explosion in syrischer Grenzstadt

Damaskus. In Syrien hat es einen Selbstmordanschlag gegeben. Mindestens 29 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, berichten Aktivisten.

Bei einem Anschlag in der syrischen Grenzstadt Atmah sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 29 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Rebellenkämpfer. Es gebe zudem Schwerverletzte, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Nach ersten Informationen habe ein Selbstmordattentäter am Grenzübergang zur Türkei einen Sprengstoffgürtel gezündet.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) übernahm die Verantwortung für die Explosion. Das IS-Sprachrohr Amak berichtete jedoch im Internet, ein Attentäter habe sich mit einem Fahrzeug in die Luft gesprengt. Nach Darstellung der Menschenrechtler kam es zu der Explosion, als sich Rebellen an der Grenze versammelt hatten, um sich abzulösen.

Atmah im Nordwesten Syriens steht unter Kontrolle von Regimegegnern. Der Grenzübergang ist für die Versorgung von Rebellengebieten im Nordwesten des Bürgerkriegslandes wichtig. Bereits im August waren bei einem Selbstmordanschlag in Atmah mehr als 30 Rebellen getötet worden. Auch damals übernahm der IS die Verantwortung. Die Türkei und syrische Rebellen hatten im vergangenen Monat in einem anderen Teil des Grenzgebietes eine Offensive gegen den IS begonnen.

(hebu/dpa)
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