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Syrien
Türkei will IS aus gesamter Grenzregion vertrieben haben

Syrien: Türkei hat den IS aus der gesamten Grenzregion vertrieben
Ein türkischer Panzer an der syrischen Grenze. FOTO: ap, BO
Beirut . Türkische Truppen und mit ihnen verbündete syrische Rebellen haben bis Sonntag die Terrormiliz Islamischer Staat aus der gesamten nordsyrischen Grenzregion vertrieben.

Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Damit seien die Versorgungsrouten des IS ins Ausland gekappt. Syrische Aktivisten meldeten auch etwas weiter südlich der Grenze Bewegung: Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad hätten den Belagerungsring um die Metropole wieder geschlossen.

Anadolu meldete, die Freie Syrische Armee habe den IS aus dem Gebiet zwischen den nordsyrischen Städten Dscharablus und Asas vertrieben.
Damit sei der "physische Kontakt" des IS mit der türkischen Grenze in Nordsyrien beseitigt worden. Über die türkisch-syrische Grenze schmuggelte der IS Waffen und Munition in die von ihm gehaltenen Gebiete im Irak und Syrien und schleuste zudem ausländische Kämpfer in seinen Machtbereich.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim bekräftigte am Sonntag erneut, dass die Offensive nicht nur dem IS, sondern allen von der Türkei als Terroristen eingestuften Gruppen gelte. Kämpfe hat es seit dem türkischen Einmarsch auch mit von den USA unterstützten kurdischen Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten YPG gegeben.

In Aleppo eroberten Regierungstruppen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle in London Militärakademien von Rebellen zurück und schlossen so den Belagerungsring um die von den Aufständischen gehaltenen Gebiete der Stadt. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdurrahman, sagte unter Berufung auf sein Aktivistennetzwerk in Syrien: "Die (von Rebellen gehaltenen) Viertel sind wieder unter Belagerung. Die gesamten Gebiete sind wieder und völliger Belagerung."

Das staatliche syrische Fernsehen berichtete, Regierungstruppen hatten Militärakademien südlich von Aleppo vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Alle Straßen, die in die von Rebellen gehaltenen östlichen Stadtteile führen, seien versperrt.

Regierungstruppen hatten im Juli schon einmal die Rebellenviertel Aleppos eingekesselt. Mit einer Gegenoffensive gelang es den Rebellen, wieder einen Versorgungskorridor freizukämpfen. Die Vereinten Nationen äußerten sich bei der ersten Umzingelung besorgt über das Schicksal der rund 300.000 Einwohner der betroffenen Viertel.

(felt/ap)
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