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Im Büro: Syriens Innenminister bringt sich um

zuletzt aktualisiert: 12.10.2005 - 14:03

Damaskus (rpo). Syriens Innenminister Ghasi Kanaan hat in seinem Büro in Damaskus Selbstmord begangen. Kanaan war von dem deutschen Uno-Sonderermittler Mehlis im September zum Mord an dem libanesischen Ex-Regierungschef Rafik al-Hariri befragt worden.

Der Vorfall werde untersucht. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Kurz vor seinem Tod rief Kenaan noch einen libanesischen Rundfunksender an, dem er sagte: "Ich glaube, dass ist die letzte Erklärung, die ich machen kann."

Kenaan gehört zu den ranghohen syrischen Vertretern, die im Zusammenhang mit dem Attentat auf den libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri befragt wurden. In zwei Wochen wird dazu ein Untersuchungsbericht der Vereinten Nationen erwartet. Kenaan war von den 80er Jahren bis 2003 der syrische Geheimdienstchef im Libanon und damit einer der wichtigsten Männer in diesem Land. Die UN befragten wegen des Attentats auch Kenaans Nachfolger, Brigadegeneral Rustum Ghasale.

Vier libanesische Generäle sind wegen des Attentats in Haft. Im Libanon wird vielfach ermutet, dass syrische Kreise für das Attentat verantwortlich waren. Dies führte dann zu Massenprotesten gegen die Besatzungsmacht, die schließlich Ende April ihre Truppen abzog. Die syrische Regierung hat jede Verwicklung zurückgewiesen.


 
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