| 17.09 Uhr

Belagerte Stadt
Syriens Regierung stimmt Hilfstransport für Madaja zu

Viele Bilder aus Madaja lassen sich nicht verifizieren.

Damaskus. Seit Monaten bleibt humanitäre Hilfe für die eingeschlossene syrische Stadt Madaja aus. Nun erlaubt die Regierung in Damaskus doch wieder Hilfslieferungen.

Die syrische Regierung hat am Donnerstag nach langen Verhandlungen grünes Licht für Hilfslieferungen in drei belagerte Städte gegeben. Die Vereinten Nationen begrüßten die Entscheidung aus Damaskus und kündigten an, in den kommenden Tagen Konvois nach Madaja nahe der Hauptstadt sowie nach Fua und Kafraja zu schicken.

Laut UN droht in Madaja vielen Menschen wegen der anhaltenden Belagerung der Hungertod. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wird Madaja seit mehr als 170 Tagen vom Regime und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah belagert. Demnach sind rund 40.000 Menschen in der Stadt eingeschlossen, darunter die Hälfte Zivilisten. Laut Aktivisten und oppositionellen Medien starben bislang mehr als 30 Menschen. Die Opferzahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges im Jahr 2011 sind der Gewalt mehr als 260.000 Menschen zum Opfer gefallen, unter ihnen 76.000 Zivilisten. Alleine im vergangenen Jahr gab es nach einer Zählung der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 55.000 Tote, darunter 13.000 Zivilisten und 2500 Kinder.

(das/afp/dpa)
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