Die Erstürmung des Gefängnisses in Kandahar ist eine der spektakulärsten Taliban-Aktionen der vergangenen Monate.
Selbstmordattentäter hatten am Freitagabend ein Loch in die Gefängnismauer gesprengt.
Anschließend drangen bewaffnete Männer ins Innere der Haftanstalt vor. Nach Angaben der NATO-geführten Schutztruppe ISAF konnten mehr als 1100 Gefangene fliehen.
Unter ihnen sollen sich auch rund 400 Taliban-Kämpfer befinden. Mindestens 15 Wachleute starben bei dem Angriff.
Immerhin: Einige Häftlinge sind noch geblieben.
Am Samstag leiteten Sicherheitskräfte und NATO-Soldaten eine Großfahndung ein. Bisher weitgehend erfolglos.
Präsident Karsai steht massiv unter Druck.