Ultimatum abgelaufen: Taliban drohen mit Ermordung südkoreanischer Geiseln
zuletzt aktualisiert: 25.07.2007 - 13:19Kandahar (RPO). Nach dem Ablauf eines weiteren Ultimatums haben die radikalislamischen Taliban in Afghanistan erneut mit der Tötung von 23 verschleppten Südkoreanern gedroht. Weil die afghanische Regierung nicht auf die Forderungen der Entführer eingehe, würden die Geiseln umgebracht, sagte Kari Jussef Ahmadi.
Die Verhandlungen zur Freilassung der südkoreanischen Christen seien ins Stocken geraten und die Taliban hätten die Geduld verloren, sagte Ahmadi telefonisch der Nachrichtenagentur AP. Um die Entführten hatten sich am Dienstag koreanische Vermittler sowie afghanische Älteste und Geistliche bemüht. Nach Angaben örtlicher Behörden forderten die Kidnapper inzwischen Geld für die Freilassung. Zunächst hatten sie verlangt, dass im Austausch gegen die 23 Südkoreaner 23 inhaftierte Taliban auf freien Fuß gesetzt werden sollten.
Die Südkoreaner, überwiegend Frauen, waren am Donnerstag in der Provinz Ghasni verschleppt worden, einen Tag nach den beiden deutschen Geiseln, die in Wardak entführt wurden. Die Taliban fordern die Freilassung von Gesinnungsgenossen aus afghanischen Gefängnissen und den Abzug südkoreanischer Truppen aus dem Land am Hindukusch, andernfalls wollen sie die Südkoreaner töten.
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