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Afghanistan: Taliban stempeln Wahl als Lachnummer ab

zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 - 06:52

Washington (RPO). Mit einer Internetbotschaft haben die Taliban die Präsidentschaftswahlen in Afghanistan kritisiert. Der Urnengang am 20. August sei "ein Witz, eine Schande und voller Peinlichkeiten für die Regierung in Kabul ganz allgemein" gewesen, hieß es nach Angaben des auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmens SITE in einer Erklärung der Taliban, die am Dienstag im Internet veröffentlicht wurde.

Nur wenige Wahlberechtigte hätten ihre Stimme abgegeben, einige hätten den Urnengang mit "Bestechungsgeldern, Betrug, Diebstahl und auch Gewalt" manipuliert. "Was die Mehrheit insgesamt betrifft, so erklärte sie offen ihren Boykott und ihre Ablehnung" der Wahl, schrieben die Islamisten.

Die Erklärung, die auf Dienstag datiert war, nahm nicht Bezug auf die angekündigte Stichwahl zwischen Präsident Hamid Karsai und seinem Herausforderer Abdullah Abdullah.

Die Taliban schrieben, dass die Lage mittlerweile "noch erniedrigender für die falsche Demokratie und ihre Förderer" sei. Schließlich seien zwei Monate vergangenen, ohne dass verbindliche Endergebnisse verkündet worden seien.

Nach vorläufigen Ergebnissen hatte Karsai bei der mit rund 55 Prozent die absolute Mehrheit erzielt. Die von der UNO unterstützte Wahlbeschwerdekommission hatte jedoch am Montag die Auszählungsergebnisse in 210 Wahllokalen wegen Betrugs für ungültig erklärt. Karsais Stimmenanteil wurde daraufhin auf 49,67 Prozent nach unten korrigiert.

Quelle: AFP/seeg

 
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