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US-Präsidentschaftswahlen
Texaner Ted Cruz wirft seinen Hut in den Ring

Ted Cruz: Republikaner will Präsident der USA werden
Ted Cruz gilt als kompromissloser Konservativer. FOTO: afp, nk/ljm/ACR
Austin. Der konservative republikanische Senator Ted Cruz will Präsident der USA werden. Der Texaner wird seine Kandidatur am Montag bekanntgeben. Der Vertreter der Tea-Party-Bewegung ist damit der erste Anwärter auf das Weiße Haus, der seine Bewerbung offiziell bekannt gibt.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Sonntag. Der 44-Jährige muss sich 2016 in Vorwahlen gegen zahlreiche andere Bewerber in der eigenen Partei behaupten, bevor einer von ihnen dann tatsächlich zum Kandidaten der Republikaner gekürt wird. Mehrere Rivalen dürften ihre Kandidatur in den kommenden Wochen starten.

Zu ihnen zählen der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, der Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, sowie die Senatoren Rand Paul und Marco Rubio. Auf Seiten der Demokraten werden Hillary Clinton die besten Chancen ausgerechnet, aber auch sie hat ihre Kandidatur noch nicht offiziell gemacht.

Cruz war erst 2013 in den Senat eingezogen. Seither profiliert er sich als kompromissloser Konservativer, der sich sowohl mit den Demokraten von Präsident Barack Obama als auch mit der eigenen Partei anlegt. Er hat angekündigt, Obamas Gesundheitsreform rückgängig zu machen und die für die Steuererhebung zuständige Behörde IRS abzuschaffen. Auch das Bildungsministerium will er streichen. Sowohl die Homo-Ehe als auch Abtreibung lehnt er ab.

Der Kandidat der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung ist Sohn einer amerikanischen Mutter und eines in Kuba geborenen Vaters und wurde in Kanada geboren. Zwei Anwälte, die bereits Präsidenten beider Parteien vor dem Obersten Gerichtshof vertreten haben, schrieben kürzlich aber übereinstimmend im "Harvard Law Review", dass Cruz die verfassungsmäßigen Voraussetzungen für eine Kandidatur erfülle.
Sollte der Senator aus Texas gewinnen, wäre er der erste hispanische Präsident des Landes.

Cruz hatte seit Monaten Andeutungen über sein mögliches Antreten gemacht. Kürzlich besuchte er auch New Hampshire, das als erster Staat bei den Vorwahlen die Stimmen abgibt. Am Sonntag bestätigte ein Strategieberater Cruz' der AP die bevorstehende Kandidatur, von der zuvor bereits die Zeitung "The Houston Chronicle" berichtet hatte.

Vor Unterstützern in New Hampshire sagte Cruz vergangenes Wochenende, seine Tochter Caroline habe ihm erlaubt, für das Präsidentenamt anzutreten, weil sie hoffe, dass das Familienhündchen dann im Garten des Weißen Hauses spielen könne. Sie habe zu ihm gesagt: "Wenn du gewinnst, heißt das, dass Snowflake endlich einen Hinterhof zum Pinklen hat."

Sollte Cruz bei seiner Kandidatur scheitern, bleibt er bis mindestens 2019 Senator.

(ap)
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