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Vertrauliche Telefonate Trumps geleakt
"Mauer ist unwichtigstes Ding überhaupt"

Telefonprotokolle stellen Trump bloß
US-Präsident Donald Trump nennt Mauerbau nach Mexiko im Telefongespräch mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto das "am wenigsten wichtige Ding überhaupt". FOTO: ap, EV
Washington. Aufgrund eines neuen Leaks im Weißen Haus sind Mitschriften vertraulicher Telefonate Donald Trumps mit Regierungschefs anderer Staaten veröffentlicht worden. Prahlerisch, drohend und ungeduldig gibt sich der US-Präsident in den Gesprächen.

Die "Washington Post" veröffentlichte am Donnerstag die kompletten Mitschriften der Gespräche des US-Präsidenten mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto und dem australischen Premier Malcolm Turnbull aus dem Januar. Sie lösten die Sorge aus, dass niemand mehr offen am Telefon mit Trump sprechen würde, wenn man sich der Vertraulichkeit nicht sicher sein könne.

Das Magazin "The Atlantic" schrieb, die Konsequenzen dieser Leaks hätten das Potenzial, internationale Beziehungen über Trumps Präsidentschaft hinaus zu belasten: "Wenn solche Gespräche durchgestochen werden, gilt das für jedes Gespräch. Kein Staatschef wird sich mehr trauen, etwas zum Präsidenten der USA zu sagen, wovon er danach lieber nichts zuhause in den Nachrichten lesen möchte."

Trump: "Mauer ist das am wenigsten wichtige Ding überhaupt"

Über den nachrichtlichen Gehalt beider Gespräche war jeweils kurz darauf berichtet worden. Die Wortprotokolle offenbarten nun, dass Trump mehrfach die Unwahrheit gesagt hatte, als er diese Berichterstattung als "Fake News" abgetan hatte. Sie zeigen Trump prahlerisch, drohend und ungeduldig.

Trump räumte in seinem Gespräch mit Pena Nieto ein, dass der Bau einer Mauer zu Mexiko – nach außen eines seiner wichtigsten Projekte – ihm politische Probleme bereite. "Das dürfen Sie aber nicht den Medien sagen", bat Trump. Er sagte auch, die Mauer sei "das am wenigsten wichtige Ding überhaupt".

Im Gespräch mit Turnbull sagte Trump: "Ich bin die wichtigste Person der Welt, die keine Leute in ihr Land lassen will." Er brach das Gespräch erbost ab, als es um Flüchtlinge ging. Das Gespräch mit Wladimir Putin sei dagegen höflich gewesen.

(beaw/dpa)
 
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