| 17.06 Uhr

Teilnehmer einer evangelischen Jugendfreizeit
Drei Mädchen aus NRW bei Anschlag in Barcelona verletzt

Lieferwagen fährt in Menschenmenge
Barcelona/Oberhausen. Unter den rund 100 Verletzten des Anschlags von Barcelona sind auch drei Jugendliche aus NRW. Es handelt sich um Mitglieder einer evangelischen Kirchengemeinde in Oberhausen. Von Dana Schülbe

Das bestätigte einer der Pfarrer der Gemeinde Königshardt-Schmachtendorf, Thomas Levin, unserer Redaktion. Demnach waren die Mädchen Teilnehmer einer Jugendfreizeit, welche die Gemeinde organisiert hatte. Zwei von ihnen sind 17 Jahre alt, eine ist 14. Zuvor hatte Radio Oberhausen darüber berichtet. 

Nach Angaben der Kirchengemeinde waren insgesamt 54 Jugendliche und sechs Betreuer nach Spanien gereist. Die Gruppe sei in der Nähe von Barcelona auf einem Campingplatz untergebracht gewesen. Am Donnerstag, dem Tag des Anschlags, hätten sie einen Ausflug nach Barcelona gemacht. Ein Teil von ihnen habe den Anschlag miterlebt. 

"Die Mädchen sind in zwei verschiedenen Krankenhäusern untergebracht", sagte Thomas Levin weiter. "Es lässt sich von hier schwer sagen, wie es ihnen geht." Die Nachrichtenagentur KNA berichtet, dass sie Knochenbrüche erlitten hätten. Die Verletzungen seien zwar nicht lebensbedrohlich, aber doch erheblich. Zudem sei unklar, wann sie reisefähig sind. Nach Angaben des Pfarrers sind aber die Eltern der drei Jugendlichen bereits nach Barcelona gereist.

Die übrigen Teilnehmer der Jugendfreizeit sollen noch am Freitagabend mit einem Bus zurück nach Deutschland gebracht werden. "Wir setzen jetzt alles in Bewegung, was an Begleitung nötig ist, darunter auch eine Notfallseelsorge", sagte Levin. 

Die Teilnehmer der Jugendfreizeit seien bunt gemischt, es seien auch viele aus umliegenden Kommunen dabei. Am Freitagabend wolle die Gemeinde sich zu einem Gespräch mit den Eltern der Jugendlichen zusammensetzen.

Bei dem Anschlag auf die Flaniermeile Las Ramblas wurden 14 Menschen getötet und rund 100 Menschen verletzt. Unter den Verletzten befinden sich 13 Deutsche. Noch ist unklar, ob sich auch unter den Todesopfern Deutsche befinden.

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