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Koordinierte Anschläge
Pariser Attentäter hatten bei Anschlägen Kontakt nach Belgien

Fotos: Anti-Terror: Polizei riegelt Zentrum von Brüssel ab
Fotos: Anti-Terror: Polizei riegelt Zentrum von Brüssel ab FOTO: dpa, h0 bjw
Paris. Die Attentäter von Paris haben sich während der Anschlagsserie offenbar mit mindestens einem Verbindungsmann in Belgien koordiniert. Unklar ist noch, wer der oder die Kontaktleute in Belgien waren.

Die drei Terror-Kommandos in der französischen Hauptstadt hätten während der blutigen Attacken am 13. November Kurzbotschaften mit zwei verschiedenen Handys in Belgien ausgetauscht. 

Um 21.42 Uhr am 13. November schickten die Angreifer auf die Pariser Konzerthalle Bataclan eine SMS mit der Botschaft "Es geht los, wir fangen an" an ein Handy in Belgien. Die Botschaft selbst war bereits wenige Tage nach den Anschlägen bekannt geworden, unklar war aber zunächst, wohin die Nachricht ging. Einer der Angreifer auf die Fußballarena Stade de France, Bilal Hadfi, stand mit einem anderen Telefon in Belgien in Kontakt.

Das dritte Kommando, das eine Reihe von Bars und Restaurants attackierte, hatte ebenfalls Kontakt zu einer Nummer in Belgien. Diesem sogenannten Terrassen-Kommando soll auch der mutmaßliche Anschlagsdrahtzieher Abdelhamid Abaaoud angehört haben, der fünf Tage nach den Attentaten bei der Erstürmung einer Wohnung in der Pariser Vorstadt Saint-Denis getötet wurde. Das Terrassen-Kommando stand am Abend der Anschläge offenbar auch in Kontakt mit dem Stade-de-France-Selbstmordattentäter Hadfi.

Beim schwersten Anschlag in der Geschichte Frankreichs töteten die Angreifer 130 Menschen und verletzten etwa 350 weitere. Mehrere der Attentäter hatten zuletzt in Belgien gelebt. Das gilt auch für den unter Hochdruck gesuchten Salah Abdeslam, dessen genaue Rolle bei den Anschlägen noch unklar ist. Er konnte nach den Anschlägen von Paris nach Belgien fliehen, danach verlor sich seine Spur.

(AFP / lukra)
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