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Schließung nach Terrorwarnung
Ermittlungen gegen deutsche Schule in der Türkei

Terrorwarnung: Türkei leitet Ermittlungen gegen deutsche Schule  ein
FOTO: dpa, fpt
Istanbul. Die türkischen Behörden sollen Ermittlungen gegen die deutsche Schule in Istanbul eingeleitet haben - das berichtet eine regierungsnahe türkische Zeitung. Grund sei die eigenmächtige Schließung der Schule wegen einer Terrorwarnung.

Deutsche Einrichtungen hatten in der Türkei wegen einer Terrorwarnung gegen deutsche Einrichtungen am Donnerstag und Freitag geschlossen. Darunter auch die deutsche Schule in Istanbul. Die Schule sei aber dem türkischen Bildungsministerium untergeordnet und habe die Entscheidung zur Schließung eigenmächtig getroffen, berichtete die Zeitung "Sabah" am Freitag. Mit der "skandalösen Entscheidung" habe sich Deutschland zum Partner von Kräften gemacht, die in der Öffentlichkeit Unruhe verbreiten wollten.

Bundesregierung hatte Hinweise auf Anschläge

Die Bundesregierung hatte am Donnerstag wegen "sehr konkreter" Hinweise auf geplante Anschläge gegen deutsche Vertretungen in der Türkei die deutsche Botschaft in Ankara, das Generalkonsulat in Istanbul sowie die deutschen Schulen in beiden Städten geschlossen. Alle vier Institutionen blieben auch am Freitag geschlossen. Wer hinter den Drohungen steckt, ist nicht bekannt.

Die Sicherheitslage in der Türkei hatte sich zuletzt auch für Deutsche verschärft: Im Januar wurden bei einem Selbstmordanschlag in Istanbul zwölf Bundesbürger getötet. Mitte Februar starben bei einem Anschlag in der Hauptstadt Ankara 30 Menschen, am vergangenen Sonntag wurden bei einem erneuten Attentat in Ankara 37 Menschen getötet.

Warnung vor Gewalt an kurdischem Neujahrsfest

Die US-Botschaft in Ankara warnte nun vor neuer Gewalt. Wegen des bevorstehenden kurdischen Neujahrsfestes Newroz am Montag könnten Demonstrationen und Kundgebungen in Gewalt umschlagen, warnte die Botschaft auf ihrer Internetseite. Das US-Außenministerium warnte vor einer "erhöhten Bedrohung durch terroristische Gruppen in der ganzen Türkei". Eine konkrete Anschlagswarnung gab es jedoch nicht. Die US-Botschaft hatte wenige Tage vor dem Bombenanschlag vom Sonntag vor einer erhöhten Anschlagsgefahr gewarnt.

Im südosttürkischen Diyarbakir entdeckten Sicherheitskräfte am Freitag laut einem Medienbericht ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug. Sprengstoffexperten hätten die Bombe entschärft, berichtete die Zeitung "Hürriyet" in ihrer Online-Ausgabe. Das Fahrzeug sei in der Nähe eines Gästehauses der Regierung abgestellt worden.

(rent/AFP)
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