Auf Bitten von Kasachstan und Weißrussland: Thailand schiebt mutmaßliche Waffenschmuggler ab
zuletzt aktualisiert: 11.02.2010 - 15:01Bangkok (RPO). Fünf mutmaßliche Waffenschmuggler aus Weißrussland und Kasachstan werden aus Thailand abgeschoben. Dies kündigten die Justizbehörden an. Die fünf Männer wurden am 12. Dezember bei einer Zwischenlandung in Bangkok verhaftet.
Ihre Iljuschin Il-76 kam mit 35 Tonnen Waffen an Bord aus Nordkorea, darunter Bauteile für Flugabwehrraketen, Granaten und Sprengstoff.
Die thailändischen Behörden erklärten, sie seien einem Hinweis aus den USA gefolgt. Die fünf Männer gaben an, sie hätten angenommen, dass es sich bei ihrer Ladung um Bohrgerät handle. Nach der Anklage wegen Waffenschmuggels sagte am Donnerstag ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, ein Verfahren in Thailand würde das gute Verhältnis zu Kasachstan und Weißrussland gefährden. Deren Regierungen hätten gebeten, die Beschuldigten in ihrem Heimatland vor Gericht zu stellen.
Die Vereinten Nationen haben im Juni 2009 ein Waffenexportverbot gegen Nordkorea verhängt. Es wird vermutet, dass Nordkorea jährlich mehrere hundert Millionen Dollar mit dem Verkauf von Rüstung verdient, vor allem an den Iran, Syrien und Birma.
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