Frankreich: Transsexualität keine Geisteskrankheit mehr
zuletzt aktualisiert: 16.05.2009 - 19:52Paris (RPO). Transsexualität gilt in Frankreich künftig nicht mehr als Geisteskrankheit. Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot habe kürzlich einen Erlass gekippt, durch den die Identitätsstörung bisher als psychisches Leiden eingestuft worden war, sagte eine Ministeriumssprecherin am Samstag. Diese Änderung sei ein "starkes Signal", da sich Transsexuelle bisher stigmatisiert gefühlt hätten, ergänzte die Sprecherin.
Die französischen Organisatoren des internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie am Sonntag sprachen von einer "historische Entscheidung". Zahlreiche Prominente und Politiker forderten nach dem Beschluss Frankreichs auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, Transsexualität nicht mehr als Geisteskrankheit einzustufen. Einem entsprechenden Aufruf der Zeitung "Le Monde" schlossen sich auch der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit und Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek an.
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