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Tirade gegen Stabchef und Chefstrategen
Trumps neuer Kommunikationschef irritiert offenbar mit Beschimpfungen

Trump: Anthony Scaramucci irritiert mit unflätigen Beschimpfungen
Trumps neuer Kommunikationschef Anthony Scaramucci spricht am 25. Juli vor dem Weißen Haus mit Reportern. (Archiv-Bild) FOTO: rtr, YG/DEG
Washington. Kaum im Amt, soll der frisch gebackene Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump zwei Führungsfiguren des Weißen Hauses auf drastische Weise beleidigt haben. Von Reue ist bei Anthony Scaramucci keine Spur.

Nach Darstellung eines Reporters des amerikanischen Magazins "New Yorker" hatte Scaramucci ihn angerufen und vehement bedrängt, seine Quelle für eine Geschichte offenzulegen. Andernfalls werde er sämtliche möglichen "Leaker" im Weißen Haus feuern, die Informationen nach außen geben. Der Reporter lehnte das ab.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs soll Scaramucci den Stabschef des Weißen Hauses, Reince Priebus, und Trumps Chefstrategen Steve Bannon auf einmalige Weise beschimpft und verunglimpft haben. Priebus sei ein "verdammter paranoider Schizophrener, ein Paranoiac." Die Äußerungen über Bannon sind nicht zitierfähig.

Keine Reue

Scaramucci reagierte am Donnerstagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter auf die zahlreichen Berichte über seine Bemerkungen. "Ich benutze manchmal eine sehr lebhafte Sprache", schrieb er. "Ich werde mich in diesem Bereich zurückhalten, aber ich werde den leidenschaftlichen Kampf für Donald Trump nicht aufgeben." Wenige Stunden später schob er ebenfalls auf Twitter nach, dass er den Fehler gemacht habe, einem Reporter zu vertrauen. Das werde ihm nie wieder passieren.

Scaramuccis Äußerungen gingen wie ein Lauffeuer durch die sozialen Medien. In zahlreichen Kommentaren hieß es, ein solches Chaos und ein solches Niveau habe es im Weißen Haus niemals zuvor gegeben.

(sbl/dpa)
 
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