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Trump gewinnt Stimmungstest
Republikaner verteidigen wichtige Kongress-Sitze

Finanzen: So reich ist Trumps Team
Finanzen: So reich ist Trumps Team FOTO: ap, EV
Atlanta . Nach vielen negativen Nachrichten in den letzten Wochen für Donald Trump dürfte sich der US-Präsident am Mittwoch wohl über diese Neuigkeiten gfreut haben: Bei zwei Nachwahlen konnten die Kandidaten seiner Republikaner die Angriffe ihrer demokratischen Widersacher abwehren.

Allerdings waren die Ergebnisse vergleichsweise knapp. Die US-Demokraten sind erneut mit dem Versuch gescheitert, die geringe Popularität von US-Präsident Donald Trump für Wahlsiege zu nutzen. Den Republikanern gelang es am Dienstag, ihre Sitze bei zwei wichtigen Nachwahlen zum Repräsentantenhaus in Georgia und South Carolina zu verteidigen.

Ein wenn auch schwacher Trost für Demokraten: Die Entscheidungen fanden in Stimmbezirken statt, die traditionell republikanisch wählen, und die Ergebnisse fielen vergleichsweise knapp aus. Bereits zuvor hatten es die Demokraten bei Abstimmungen in Kansas und Montana nicht geschafft, der Partei von Donald Trump Sitze abzujagen.

In einem hart umkämpften Rennen in Georgia gewann Karen Handel (55)
gegen den erst 30-jährigen politischen Neuling Jon Ossoff. Handel kam auf 51,9 Prozent, Ossoff auf 48,1 Prozent. Die Republikanerin hatte es nach Medienberichten im Wahlkampf vorsichtshalber vermieden, den Namen Trump häufig zu erwähnen - eine Strategie, die sich anscheinend auszahlte. In ihrer Siegesrede bedankte sich Handel aber ausdrücklich beim Präsidenten.

In South Carolina behielt der republikanische Favorit Ralph Norman mit 51,1 Prozent die Oberhand über Archie Parnell, der ihm aber mit 47,9 Prozent eng auf den Fersen war.

Die Nachwahlen wurden nötig, weil die bisherigen republikanischen Amtsinhaber in die Trump-Regierung gewechselt waren. Tom Price aus Georgia ist jetzt Gesundheitsminister, Mick Mulvaney aus South Carolina Budgetdirektor.

Republikaner und Demokraten hatten vor allem der Nachwahl in Georgia enorme Bedeutung beigemessen. Sie sollte als Stimmungsbarometer mehr als fünf Monate nach der Amtseinführung von Donald Trump dienen - und auf demokratischer Seite als Test für die Chance, den Republikanern bei der nächsten Kongresswahl im November 2018 die Mehrheit im Abgeordnetenhaus abzuknöpfen. Beide Seiten gaben für den Wahlkampf in Georgia zusammen 55 Millionen Dollar aus - mehr als je zuvor in einem einzelnen Wahlkreis aufgewendet wurde.

(felt/dpa)
 
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