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EInfluss auf US-Wahlkampf
Trump Jr. hatte während des Wahlkampfs Kontakt mit Wikileaks

Trump Jr. hatte im Wahlkampf 2016 Kontakt mit Wikileaks
Donald Trump Jr. (Archivaufnahme). FOTO: ap, RED
Washington. Donald Trumps ältester Sohn tauschte sich während des Wahlkampfs mit Wikileaks aus - der Enthüllungsplattform, die gestohlene E-Mails aus dem demokratischen Lager um Hillary Clinton veröffentlicht hatte. Das hatte ihr im Wahlkampf sehr geschadet.

Das amerikanische Magazin "The Atlantic" hatte über den Austausch berichtet. Darauf veröffentlichte Trump Jr. am Montag (Ortszeit) mehrere Nachrichten. Aus diesen geht hervor, dass er mehrmals Anfragen von Wikileaks bekam. Von ihm selbst finden sich darunter drei Antworten.

Die Plattform schickte ihm zunächst eine Frage zu einem politischen Aktionskomitee. Trump Jr. antwortete, er wisse nicht, wer das sei, wolle sich aber umhören. In der nächsten Nachricht bat Wikileaks ihn, einen Bericht über Clinton öffentlich zu kommentieren. Trump Jr. entgegnete, er habe dies bereits getan. Dann fügte er hinzu: "Es ist erstaunlich, womit sie durchkommt." In der dritten Nachricht fragte er Wikileaks, was hinter einer Enthüllung stecke, von der er gelesen habe. Die Plattform bat ihn weiter darum, einen Link zu verbreiten. Dies tat er zwei Tage später.

Keine Bestätigung von Assange

Ab diesem Punkt finden sich keine weiteren Antworten des 39-Jährigen unter den veröffentlichten Nachrichten. Es folgen nur noch Mitteilungen von Wikileaks. So schlug ihm der Nutzer des Twitterkontos im Oktober 2016 vor, der Plattform die Steuererklärung seines Vaters zu geben, damit diese sie dann enthüllen könne.
Außerdem empfahl Wikileaks, dass Trump sich im Fall einer Niederlage am Wahltag nicht geschlagen geben dürfe, sondern das Ergebnis anfechten müsse.

Wikileaks-Gründer Julian Assange schrieb zunächst auf Twitter, er könne die Nachrichten nicht bestätigen. Nachdem Trump Jr. diese veröffentlicht hatte, verbreitete er sie aber in dem Kurznachrichtendienst weiter.

(sbl/dpa)
 
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