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  Foto: ddp, ddp
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Einsatz in Südafghanistan: Truppen bereiten Großoffensive gegen Taliban vor

zuletzt aktualisiert: 03.02.2010 - 17:48

Kabul (RPO). Die afghanischen und internationalen Truppen bereiten im unruhigen Süden Afghanistans eine Großoffensive gegen die radikalislamischen Taliban vor. Angaben des Verteidigungsministeriums in Kabul vom Mittwoch zufolge soll der Einsatz in der Unruheprovinz Helmand von afghanischen Sicherheitskräften angeführt werden. Ziel sei es, die von den Taliban kontrollierten Gebiete zurückzugewinnen.

Es handle sich um eine gemeinsame Aktion von afghanischem Militär und afghanischer Polizei sowie Soldaten der US-Marineinfanterie und der NATO-Truppe ISAF, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kabul, Mohammad Sahir Asimi.

Ziel ist es nach seinen Angaben, die militärische und polizeiliche Verantwortung für die von den Taliban kontrollierten Gebieten in die Hände der afghanischen Regierung zu geben. Zum geplanten Beginn der Offensive äußerte er sich nicht. Es wurde jedoch damit gerechnet, dass sie bereits in wenigen Tagen in der Region Mardscha beginnen könnte.

Nach Angaben von Nato-Sprecher Eric Tremblay sind mindestens tausend afghanische Polizisten, tausende afghanische Soldaten und "mehrere tausend ISAF-Soldaten" für den Einsatz eingeplant.

Damit handelt es sich um eine der größten Offensiven seit Beginn des internationalen Afghanistan-Einsatzes im Jahr 2001 in einer Region. Es gehe darum, die Aufständischen aus der Region zu vertreiben, die Gebiete zu halten und den in der Region lebenden Afghanen Alternativen anzubieten, sagte Tremblay.

Ein ranghoher ISAF-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP in dieser Woche, die Provinz Helmand sei eines der letzten Gebiete unter der Kontrolle der Taliban. "Wir müssen eine Botschaft senden, dass sie nicht mehr zeitgemäß sind - entweder sie verschwinden, wechseln die Seite oder sterben", sagte der Militärvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Derzeit sind 113.000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert, 40.000 zusätzliche Streitkräfte sollen in den kommenden Monaten an den Hindukusch entsandt werden.

Allein die USA sagten 30.000 zusätzliche Soldaten zu. In der Provinz Helmand hatten die USA zuletzt im vergangenen Jahr im Bezirk Garmser eine Großoffensive internationaler und afghanischer Truppen gegen die Aufständischen angeführt.

 

Quelle: AFP/top

 
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