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Andrej Babis
Tschechischer Minister vergleicht Flüchtlinge mit Hochwasser

Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht
Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht FOTO: ALESSANDRO BIANCHI
Prag. Tschechiens Finanzminister hat die Flüchtlingskrise mit in einem Interview mit einem Hochwasser verglichen und auch auf die Übergriffe in Köln verwiesen.

"Flüchtlinge sind wie ein Hochwasser", sagte Andrej Babis der Zeitung "MF Dnes".
Erst fließe das Wasser in den Keller, dann ins Erdgeschoss, bis das ganze Haus überflutet sei. "Ich habe mehrere Hochwasser erlebt – das ist eine Krise und man muss aktiv sein", forderte der Gründer der liberal-populistischen ANO-Partei an die Adresse der Europäischen Union gerichtet.

Babis verwies auf die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten. Deutschland unterschätze die Gefahr, und er befürchte, dass sich ähnliches wiederholen könnte.

"Die Bundeskanzlerin (Angela Merkel) ändert ihre Haltung, aber nur sehr langsam, weil sie keinen Fehler zugeben will", sagte der Unternehmer und Medienmagnat. Jedes Land müsse selbst entscheiden können, ob es Flüchtlinge aufnehmen wolle oder nicht, forderte der Minister.

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(das/dpa)
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