| 11.27 Uhr

Verletzung des türkischen Luftraums
Türkei bestellt erneut russischen Botschafter ein

Russische Bomber: Zwischenfälle über Nord- und Ostsee
Russische Bomber: Zwischenfälle über Nord- und Ostsee FOTO: UK MOD
Istanbul. Nach der zweiten Verletzung des türkischen Luftraums durch russische Kampfjets hat die Regierung in Ankara erneut den russischen Botschafter einbestellt. Man habe noch einmal betont, dass ein solcher Vorfall nicht wieder vorkommen sollte.

Das sagte eine Sprecherin des türkischen Außenministeriums am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die russische Botschaft in Ankara teilte der Agentur Interfax zufolge mit, der Vorfall werde überprüft.

Nach einer ersten Verletzung des türkischen Luftraums am Samstag hatte die Türkei dem russischen Botschafter bereits eine Protestnote übergeben und vor einer Wiederholung gewarnt. Am Sonntag drangen russische Kampfjets erneut in die Türkei ein, wie das Außenministerium bestätigte.

Nach Angaben der Nato handelte es sich um Maschinen vom Typ SU-30 und SU-24. Die Vorfälle ereigneten sich in der Region Hatay, die an der Grenze zu Syrien liegt.

Russland fliegt seit dem vergangenen Mittwoch Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und anderer Rebellen in Syrien. Russland ist ein Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Die Türkei dagegen unterstützt Rebellengruppen, die gegen Assad kämpfen.

(dpa)
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