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Im Exil lebender Prediger
Türkei droht Gülen mit Aberkennung der Staatsangehörigkeit

Türkei droht Fethullah Gülen mit Aberkennung der Staatsangehörigkeit
Fethullah Gülen (Archivaufnahme). FOTO: dpa, wst jai
Ankara. Man könnte es ein Ultimatum nennen: Die türkische Regierung will 130 Personen die Staatsbürgerschaft aberkennen, die mit dem Militärputsch im vergangenen Jahr in Verbindung gebracht werden.

Dies gelte, wenn die betroffenen Personen nicht innerhalb von drei Monaten in die Türkei zurückkehrten, teilte das Innenministerium am Montag in Ankara mit. Das Ministerium veröffentlichte am Montag eine Liste, in der der muslimische Prediger Fethullah Gülen ebenso genannt wird wie die prokurdischen HDP-Politiker Faysal Sariyildiz und Tugba Hezer.

Gülen lebt seit 1999 im US-Bundesstaat Pennsylvania, die US-Regierung hat eine Auslieferung an die Türkei bisher abgelehnt. Die türkische Regierung wirft ihm vor, hinter dem Putschversuch zu stehen, bei dem im Juli 2016 240 Menschen getötet wurden. Gülen weist die Vorwürfe zurück. Seit dem Putschversuch hat die türkische Regierung 50.000 Menschen verhaftet und 150.000 aus meist öffentlichen Ämtern entlassen.

(felt/REU)
 
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