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Eskalation der Gewalt
Fünf Tote bei Schusswechsel von Kurden und türkischer Polizei

Türkei: Fünf Tote bei Schusswechsel von kurdischer PKK und Polizei
Die türkische Regierung setzt ihre Angriffe auf die PKK fort. FOTO: ap
Ankara. Kurdische Rebellen haben Behördenangaben zufolge ein türkisches Polizeirevier überfallen und auf Bahnarbeiter geschossen. Bei den zwei separaten Vorfällen seien fünf Menschen ums Leben gekommen, hieß es am Freitag.

Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei PKK griffen am Donnerstagabend das Polizeirevier in der Stadt Pozanti in der südtürkischen Provinz Adana an. Zwei Polizisten wurden getötet, zudem wurde ein Feuergefecht ausgelöst, bei dem auch zwei Aufständische ums Leben kamen, wie Gouverneur Mustafa Büyük sagte. Die Rebellen seien mit automatischen Gewehren und Handgranaten bewaffnet gewesen.

In der osttürkischen Provinz Kars brachten die Rebellen eine Bombe zur Explosion, die sie auf Eisenbahngleise gelegt hatten. Später schossen sie auf Bahnarbeiter, die zur Reparatur geschickt wurden, wie der stellvertretende Gouverneur Adem Ünal der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sagte. Einer der Arbeiter sei getötet worden.

Damit setzt sich die Eskalation der Gewalt zwischen kurdischen Extremisten und der türkischen Regierung fort. Hintergrund ist der tödliche Anschlag der IS-Terrormiliz auf Kurden in Suruc vor knapp zwei Wochen. Die PKK gab den türkischen Behörden eine Mitschuld und verübte Vergeltungsakte, die Türkei begann Luftangriffe auf kurdische Stellungen im Irak und Syrien. Der 2012 begonnene Friedensprozess wurde von beiden Seiten auf Eis gelegt.

Weitere Informationen zur PKK in unserem Dossier.

(ap)
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