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Vor Jahrestag des Putschversuchs
Mehr als 7300 Soldaten und Beamte in der Türkei entlassen

Türkei: Mehr als 7300 Soldaten und Staatsbedienstete entlassen
Anhänger von Präsident Erdogan nach dem Putschversuch vor einem Jahr, am 16. Juli 2016. FOTO: dpa, sdt pt hk htf
Istanbul. Kurz vor dem Jahrestag des Putschversuchs sind in der Türkei laut einem Medienbericht mehr als 7300 weitere Soldaten, Polizisten und Ministeriumsmitarbeiter entlassen worden.

Unter ihnen seien gut 2300 Polizisten, meldete die Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf ein am Freitag veröffentlichtes Dekret. Der Sender CNN Türk berichtete, unter den mehr als 7340 namentlich genannten Betroffenen seien auch Mitarbeiter des Justiz- und des Außenministeriums sowie mehr als 300 Wissenschaftler.

Bereits zuvor waren im Zusammenhang mit dem Putschversuch vor einem Jahr nach Regierungsangaben mehr als 142.000 Staatsbedienstete entlassen oder suspendiert worden. Mehr als 50.000 Menschen wurden demnach in Untersuchungshaft gesperrt.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte an, dass die Regierung den in Folge des Putschversuchs verhängten Ausnahmezustand in das zweite Jahr hinein verlängern wolle. Der derzeit bis zum kommenden Mittwoch geltende Ausnahmezustand ermöglicht es dem Präsidenten, per Dekret zu regieren. Eine Zustimmung des Parlaments gilt als sicher, weil Erdogans AKP dort über eine absolute Mehrheit verfügt.
(afp/dpa/veke)
 
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