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Angriff auf PKK
Türkei weist Vorwürfe zurück: "Keine Zivilisten getötet"

Fotos: Erdogan – vom Häftling zum Ministerpräsidenten
Fotos: Erdogan – vom Häftling zum Ministerpräsidenten FOTO: AP
Istanbul. Die türkischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Nordirak keine von Zivilisten besiedelten Gebiete bombardiert. Bei dem Luftangriff am Samstag, bei dem Berichten zufolge acht Zivilisten starben, sei lediglich Logistik der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK beschossen worden.

Das erklärten die Streitkräfte am Sonntag. Es sei auch kein Dorf angegriffen worden, hieß es weiter.

Anwohner hatten der Deutschen Presse-Agentur berichtet, dass bei dem Bombardement am Samstag mindestens acht Zivilisten getötet worden seien. Zudem seien sieben Menschen verletzt worden. Das türkische Außenministerium kündigte am selben Tag Ermittlungen an und erklärte, es werde alles unternommen, um bei Luftangriffen zivile Opfer zu vermeiden.

Das sind die Verbündeten im Kampf gegen IS

Vergangene Woche hatte die Türkei einen ausgedehnten Luftkrieg gegen die PKK begonnen und unter anderem das Hauptquartier der Organisation in den nordirakischen Kandil-Bergen beschossen. Den Friedensprozess mit der PKK hatte Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Dienstag vorerst beendet.

Die PKK hat mehrfach Sicherheitskräfte in der Türkei angegriffen. Am Sonntag wurden bei zwei separaten Anschlägen in der Osttürkei zwei Gendarmen und ein Soldat getötet.

(dpa)
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