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Erneute Spannungen
Türkei wirft Russland "ethnische Säuberungen" in Syrien vor

Türkei wirft Russland "ethnische Säuberungen" in Syrien vor
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am 9. Dezember 2015 in Istanbul. FOTO: dpa, sdt pt
Istanbul. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat Russland den Versuch "ethnischer Säuberungen" in der nordsyrischen Provinz Latakia vorgeworfen. Russland wolle die turkmenische und die sunnitische Bevölkerung aus der Region vertreiben, um dort einen sicheren Hafen für die syrische Armee und die eigenen Soldaten zu schaffen.

Das sagte Davutoglu vor ausländischen Journalisten am Mittwoch in Istanbul. Die russischen Einsätze richteten sich gegen jene Volksgruppen, die "keine guten Beziehungen zum Regime" hätten.

Das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei ist seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges in Syrien durch die türkische Luftwaffe gespannt. Russland wirft der Türkei vor, der radikalen Miliz Islamischer Staat (IS) in die Hände zu spielen und sogar mit ihr Geschäfte zu machen. Die Türkei wiederum sieht Russlands Einsatz in Syrien als Versuch, Präsident Baschar al-Assad an der Macht zu halten.

(REU)
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