Erdogan: Waffenruhe wird nicht mit "Terrorgruppe" ausgehandelt: Türkischer Regierungschef weist Appell Öcalans zu Waffenruhe zurück
zuletzt aktualisiert: 29.09.2006 - 13:45Ankara, 29. September (AFP). Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Aufruf des inhaftierten Kurdenführers Abdullah Öcalan zu einer Waffenruhe zurückgewiesen. "Eine Waffenruhe wird zwischen Staaten ausgehandelt. Das ist nicht etwas für eine Terrororganisation", sagte Erdogan am Donnerstagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu dem privaten TV-Sender Samanyolu. Erdogan forderte seinerseits die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) auf, die Waffen niederzulegen.
Öcalan hatte die PKK am Donnerstag zu einer Waffenruhe aufgerufen. "Das Blutvergießen sollte jetzt ein Ende haben und dem Frieden eine Chance gegeben werden", hieß es in seiner Erklärung. Die türkische Führung erkannte die einseitigen Waffenstillstandsangebote der PKK bisher nie an. Die PKK kämpfte von 1984 bis 1999 für die Unabhängigkeit des kurdisch dominierten Südostens der Türkei. Die letzte einseitig erklärte Waffenruhe dauerte fünf Jahre bis zum Juni 2004. Ein Sprecher der pro-kurdischen Partei für eine Demokratische Gesellschaft (DTP) begrüßte Öcalans Appell. "Das Land braucht diese Chance auf Frieden", sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.
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