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Nach Protesten
Tunesische Regierung kündigt Hilfsmaßnahmen an

Tunesische Regierung kündigt nach Protesten finanzielle Hilfen an
Familienangehörige von Personen, die im Laufe der Revolution vor sieben Jahren ums Leben kamen, protestieren am 13. Januar in Tunis gegen die Regierung. FOTO: Hassene Dridi/AP/dpa
Tunis. Die tunesische Regierung hat nach fortwährenden Protesten finanzielle Hilfen angekündigt. Unter anderem sollen arme Familien ein gesichertes minimales Einkommen erhalten.

Das sagte Sozialminister Mohammed Trabelsi am Samstagabend. Außerdem sollen Arbeitslose eine kostenlose medizinische Behandlung bekommen. Auch Wohnkredite sollen leichter vergeben werden. Der Staatshaushalt wird demnach um 100 Millionen Dinar (rund 33,5 Mio. Euro) erhöht.

Seit rund einer Woche kommt es in Tunesien zu landesweiten Protesten gegen Preissteigerungen und höhere Abgaben durch ein neues Finanzgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten war. Bei den Demonstrationen war ein Mensch in der Nähe der Hauptstadt Tunis ums Leben gekommen.

Tunesien hat nach der Revolution 2011 zwar weitreichende demokratische Reformen eingeleitet, kämpft aber mit gravierenden wirtschaftlichen Problemen. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 15 Prozent, die Staatsverschuldung beträgt 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Für den Jahrestag der Revolution am Sonntag haben Aktivisten und Opposition zu Massenprotesten aufgerufen.

(dpa)
 
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