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Kämpfe im Donbass
Jazenjuk befürchtet neue Offensive in der Ostukraine

Ukraine-Krise: Arseni Jazenjuk befürchtet Offensive im Donbass
Ukraines Regierungschef Arseni Jazenjuk. FOTO: dpa, dna soe lre
Donezk. Die Krise in der Ostukraine verschärft sich wieder. Ukraines Regierungchef Arseni Jazenjuk beschuldigt die Separatisten, eine neue Offensive zu planen. In der Region um Luhansk gibt es schon fast kein Wasser mehr.

Mit neuen Kämpfen haben sich die Spannungen im ostukrainischen Kriegsgebiet massiv verschärft. Bei Artilleriebeschuss in der Stadt Jenakijewe nordöstlich von Donezk seien mindestens zwei Zivilisten getötet worden, sagten die prorussischen Aufständischen der Agentur Interfax zufolge. Separatistensprecher Eduard Bassurin machte regierungstreue Truppen für den Angriff verantwortlich.

Zudem habe die Ukraine die Wasserversorgung der Region Luhansk fast komplett eingestellt, teilte der Betrieb Luhanskwoda mit. Die Aufständischen und Russland werfen der Ukraine eine Wirtschaftsblockade des abtrünnigen Donbass vor.

Fotos: Soldaten entkommen Debalzewe FOTO: afp, ss/tlr

Regierungschef Arseni Jazenjuk in Kiew beschuldigte die Separatisten, vor dem Gipfel sieben führender Wirtschaftsnationen am Wochenende auf Druck Russlands eine neue Offensive im Kriegsgebiet zu planen. Er rief die Gipfelteilnehmer auf, angemessen darauf zu reagieren.

Beide Konfliktparteien berichteten von gegenseitigem Beschuss an mehreren Orten im Donbass. Seit Beginn der Kämpfe im April 2014 sind in den Gebieten Donezk und Luhansk nach UN-Angaben mehr als 6400 Menschen ums Leben gekommen. Gegen eine seit Mitte Februar geltende Waffenruhe wird fast täglich verstoßen.

Konflikt: Fragen und Antworten zur Ukraine-Entwicklung
(dpa)
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