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Südkoreanische Geiseln in Afghanistan: Ultimatum verstreicht erneut

zuletzt aktualisiert: 24.07.2007 - 19:34

Kabul (RPO). Die Situation der 23 verschleppten Südkoreaner in der afghanischen Provinz Ghasni bleibt weiter unklar. Die Entführer ließen erneut ein Ultimatum verstreichen, stehen aber mit dem südkoreanische Unterhändler in Verhandlungen.

Aus Kreisen der Verwaltung der Provinz Ghasni hieß es, die Entführer verlangten nunmehr Geld. Ein bereits mehrfach verlängertes Ultimatum verstrich erneut ohne eine Lösung des Geiseldramas.

Der selbst ernannte Taliban-Sprecher Kari Jussef Ahmadi sagte am Abend, die Verhandlungen befänden sich in der letzten Phase. Seinen Angaben zufolge wollen die Extremisten die Freilassung von 23 inhaftierten Taliban-Kämpfern erpressen. Die südkoreanischen Unterhändler kamen mit den Entführern an einem unbekannten Ort in der Provinz Ghasni zusammen, wie weiter verlautete.

In der Provinz demonstrierten mehr als 100 Menschen für die Freilassung der südkoreanischen Christen. Auch der stellvertretende Polizeichef der Provinz, Mohammad Saman, erklärte: "Wir wollen, dass die Taliban sie freilassen, weil sie unsere Gäste sind." Die Südkoreaner, unter ihnen 18 Frauen, waren am vergangenen Donnerstag verschleppt worden.

Bei Kämpfen im Süden des Landes wurden unterdessen bis zu 75 mutmaßliche Taliban getötet, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. In der Provinz Helmand wurden afghanische und Koalitionstruppen am Montag von Aufständischen überfallen. Bei anschließenden Luftangriffen kamen nach Militärangaben mehr als drei Dutzend Angreifer ums Leben.

In der Provinz Urusgan wurden binnen drei Tagen 26 Aufständische und zwei Polizisten getötet, wie die Polizei mitteilte. In der Provinz Kandahar fielen nach Angaben des Verteidigungsministeriums 13 mutmaßliche Taliban einem Militäreinsatz zum Opfer. Die NATO-geführten Truppen kündigten unterdessen eine neue Offensive in der südlichen Provinz Helmand an.

Quelle: ap

 
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