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EU-Türkei-Deal
Umsetzung des Flüchtlingspakts stockt in Griechenland

Umsetzung des EU-Türlkei-Flüchtlingspakts stockt in Griechenland
Auf griechischer Seite gibt es Probleme mit den Asylverfahren FOTO: afp, lg
Athen. Die Umsetzung des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei kommt auf den griechischen Inseln ins Stocken. Migranten können nicht im gewünschten Umfang in die Türkei zurückgebracht werden, weil zahlreiche griechische Asylrichter das Nachbarland nicht als sicheres Drittland einstufen.

In der Folge erhalten die Antragsteller Asyl in Griechenland, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Küstenwache erfuhr. Zudem kommt nach diesen Angaben die Bearbeitung der Asylanträge wegen fehlender Richter und anderen Personals nur mühsam voran.

Mindestens 14 Familien - in ihrer Mehrheit aus Syrien stammend - hätten in den vergangenen Tagen Asyl in Griechenland bekommen, hieß es. Offizielle Angaben dazu gibt es bislang nicht. Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt sieht vor, dass alle Flüchtlinge und Migranten, die nach dem 20. März 2016 aus der Türkei zu den griechischen Inseln übergesetzt haben, in die Türkei zurückgeschickt werden können. Zuvor können sie aber einen Asylantrag in Griechenland stellen.

(crwo/dpa)
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