Birma: UN-Gesandter bemüht sich um Treffen mit Führung
zuletzt aktualisiert: 01.10.2007 - 07:31Singapur (RPO). Nach seinem Treffen mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in Birma ist der UN-Gesandte Ibrahim Gambari von Rangun an den Regierungssitz Naypyitaw zurückgekehrt. Gambari bemüht sich angesichts der Massenproteste um eine Vermittlung zwischen Militärführung und Opposition.
Er hoffte, vor seiner Abreise aus der Region noch mit General Than Shwe und dessen Stellvertreter General Maung Aye sprechen zu können. Gambari freue sich darauf, Than Shwe zu treffen, erklärten die UN. Dieser hat in Birma das letzte Wort in allen Belangen.
Während Gambaris Besuch in Rangun wurden dort etwa 20.000 Soldaten und Polizisten stationiert. Hunderte Menschen wurden festgenommen. Die Behörden machten am Montag teilweise ausländische Regierungen für die Krise im Land verantwortlich. "Zerstörer" aus dem In- und Ausland versuchten, konstruktive Bemühungen seitens der Regierung und des Volks zunichte zu machen und Instabilität hervorzurufen, schrieb die staatliche Zeitung "Neues Licht von Myanmar". Elf Menschen seien am Wochenende festgenommen worden.
Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie äußerte sich wenig optimistisch darüber, dass Gambaris Besuch viel ausrichten würde. Parteisekretär U Lwin erklärte dem Sender Radio Free Asia, er betrachte den Gesandten als Unterhändler, der Botschaften weitertransportieren könne, aber nicht die Befugnis habe, eine dauerhafte Vereinbarung zu erzielen.
Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) drückte am Montag in einem Brief an Than Shwe ihre Abscheu gegenüber dem gewaltsamen Vorgehen gegen Demonstranten aus. Die Konfrontation werde schwere Konsequenzen nicht nur für Birma selbst, sondern auch für die ASEAN und die gesamte Region haben, erklärte der singapurische Ministerpräsident Lee Hsien Loon, dessen Land derzeit den Vorsitz der ASEAN innehat.
ASEAN hatte Birma zur Zusammenarbeit mit dem UN-Sondergesandten Ibrahim Gambari aufgerufen. "Ich möchte die Bedeutung hervorheben, welche die ASEAN-Staaten und die gesamte internationale Gemeinschaft Gambaris Mission beimessen", hieß es in einem am Montag veröffentlichten Schreiben des Außenministers von Singapur, Lee Hsien Loong, an den birmanischen Junta-Chef Than Shwe.
Singapur hat derzeit den ASEAN-Vorsitz inne. "Ich möchte die große Sorge zum Ausdruck bringen, welche die anderen ASEAN-Staaten und ich angesichts der sehr schlimmen Lage in Birma teilen", erklärte Lee in dem Schreiben, das den Angaben zufolge schon am Samstag der birmanischen Führung zuging.
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