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Ban drängt zu Kompromiss im Atomstreit: UN-Inspektoren aus dem Iran zurückgekehrt

VON VERONIKA OLEKSYN - zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 09:20

Wien (RPO). Nach ausgiebiger Inspektion einer neuen iranischen Atomanlage ist eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach Wien zurückgekehrt. Er werde IAEA-Generalsekretär Mohamed ElBaradei in Kürze ausführlich Bericht erstatten, erklärte Herman Nackaerts, der Leiter des Inspektoren-Teams, am Donnerstag. Er sprach von einer erfolgreichen Reise.

Mahmud Ahmadinedschad bei seiner UN-Rede im September.  Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP
Mahmud Ahmadinedschad bei seiner UN-Rede im September. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP

Die Inspektoren überprüften eine im Bau befindliche Anlage zur Urananreicherung nahe der heiligen Stadt Kom südlich von Teheran. Die Existenz der unterirdischen Fabrik wurde erst Ende September bekanntgegeben, was internationale Kritik am Iran auslöste.

Die Inspektionen erfolgten vor dem Hintergrund der Aufforderung an Teheran, auf eine eigene Urananreicherung zu verzichten und Brennstäbe für seine geplanten Atomkraftwerke in Russland produzieren zu lassen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief den Iran dazu auf, dieses Kompromissangebot anzunehmen. Eine Zustimmung Teherans zur geplanten Verschiffung seiner Vorräte an niedrig angereichertem Uran zur Aufbereitung ins Ausland wäre "eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme", sagte Ban am Mittwoch.

Offizielle Antwort Teherans erwartet

Der Kompromissvorschlag sieht vor, dass Teheran rund 70 Prozent seines niedrig angereicherten Urans ins Ausland verschifft. Damit würde das Land nicht mehr über genügend Uran verfügen, um eine Atombombe bauen zu können. Die USA und die EU haben dem Iran wiederholt mit verschärften Sanktionen gedroht, falls er im Streit über sein Atomprogramm nicht einlenke.

Eine offizielle Anwort wurde in Kürze erwartet. Iranischen Medien zufolge will Teheran dem Angebot im Prinzip zustimmen, fordert aber mehrere Änderungen. Unter anderem wolle die Regierung nicht alle Uranvorräte auf einmal ins Ausland bringen. Außenminister Manutschehr Mottaki hatte am Montag zudem erklärt, der Iran werde auf jeden Fall weiterhin selbst Uran anreichern, da dies im Rahmen seines ausschließlich zivilen Atomprogramms völlig legitim sei.

Quelle: AP

 
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