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Vereinte Nationen
UN rügen mangelnde Fortschritte bei atomarer Abrüstung

Die lange Suche nach einem Atommüllendlager
Die lange Suche nach einem Atommüllendlager FOTO: dpa
New York. Die Vereinten Nationen beklagen einen Stillstand bei der atomaren Abrüstung auf der Welt. Von 1990 bis 2010 habe es große Fortschritte gegeben, doch sei der Prozess seither ins Stocken geraten, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson am Montag in New York.

"Es ist besonders beunruhigend, dass jüngste Entwicklungen sogar den gegensätzlichen Trend zeigen. Diese Umkehr ist ein Rückschritt für unsere Welt." Vertreter zahlreicher Länder riefen zum Auftakt der alle fünf Jahre stattfindenden Überprüfungskonferenz zum 1970 verabschiedeten Atomwaffensperrvertrag im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York zu einer vollständigen Vernichtung aller Atomwaffen auf.

Unter ihnen war auch der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, dessen Land selbst ein umstrittenes Atomprogramm betreibt. "Wir bleiben sehr besorgt angesichts des Gebrauchs oder der Drohung mit Atomwaffen und sind überzeugt, dass eine vollständige Abschaffung die einzige absolute Garantie dagegen ist."

Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm sollen ab Mittwoch in New York am Rande der Konferenz fortgesetzt werden. Das Abkommen soll dem Iran die zivile Nutzung von Atomkraft ermöglichen, aber jeden Weg zu Atomwaffen versperren. Anfang April hatten sich alle Beteiligten in Lausanne auf Eckpunkte verständigt. Noch am Montag wollte Sarif seinen amerikanischen Amtskollegen John Kerry treffen und den weiteren Fortgang der Verhandlungen besprechen. Die Überprüfungskonferenz läuft noch bis zum 22. Mai.

(dpa)
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