Russland enthält sich der Stimme: UN-Sicherheitsrat verlängert Afghanistan-Einsatz
zuletzt aktualisiert: 20.09.2007 - 07:30New York (RPO). Der von der Nato geführte Einsatz der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) wurde am Mittwoch vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen um ein Jahr verlängert. Am Donnerstag berät der Bundestag den Einsatz.
14 der 15 Mitglieder des höchsten UN-Gremiums stimmten in New York für eine entsprechende Resolution, Russland enthielt sich der Stimme. Der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin kritisierte den "übermäßigen Zeitdruck" bei der Entscheidung im Sicherheitsrat, welche den "innenpolitischen Erwägungen bestimmter UN-Mitglieder" Vorrang eingeräumt habe.
Im Rahmen des ISAF-Einsatzes und der von den USA geführten internationalen Koalition sind rund 50.000 Soldaten in Afghanistan stationiert. Die vom Bundeskabinett beschlossene Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan wird am heutigen Donnerstag erstmals im Bundestag beraten. Eine Beschlussfassung zu dem umstrittenen ISAF-Mandat steht im Oktober an.
Dabei plant die Bundesregierung, die Entscheidung über die Beteiligung an der internationalen ISAF-Schutztruppe mit dem weiteren Einsatz der deutschen Aufklärungs-"Tornados" zusammenzulegen und diese Mission bis zum 13. Oktober kommenden Jahres zu verlängern.
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