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2000 Jahre alter Tempel in Syrien
Unesco: Zerstörung von Baal-Tempel "Verbrechen gegen Zivilisation"

Paris. Die Unesco hat die Zerstörung des weltberühmten Baal-Tempels der antiken syrischen Oasenstadt Palmyra durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) scharf verurteilt.

Es handle sich um ein "nicht hinnehmbares Verbrechen gegen die Zivilisation", erklärte die Generalsekretärin der UN-Kulturorganisation, Irina Bokova, am Dienstag. Sie betonte zugleich: "Das wird niemals 4500 Jahre Geschichte auslöschen."

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte in der Nacht zum Montag mitgeteilt, dass die IS-Dschihadisten den größten Tempel Palmyras gesprengt hätten. Von der UNO später veröffentlichte Satellitenbilder bestätigten dies.

Die IS-Kämpfer hatten den 2000 Jahre alten Tempel, der das wichtigste Denkmal der römischen Ausgrabungsstätte von Palmyra war, am Sonntag gesprengt. "Jeder, der Palmyra gesehen hat, wird niemals die Erinnerung an eine Stadt vergessen, die die Würde des gesamten syrischen Volkes in sich trägt", erklärte Bokova.

(AFP)
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