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Massenentlassung aus irakischen US-Gefängnissen: US-Armee startet Großoffensive im Irak

zuletzt aktualisiert: 05.11.2007 - 18:38

Bagdad (RPO). Die amerikanische Armee hat am Montag eine Großoffensive gegen eine irakische Splittergruppe von Al Quaida gestartet. Derweil seien in dem Land über 700 Gefangene aus US-Gefängnissen entlassen worden.

Die "Task Force Iron" - bestehend aus drei US-Kampfbrigaden sowie drei irakischen Armeedivisionen - sei in vier nördlichen Provinzen im Einsatz, hieß es in einer Erklärung der Armee in Bagdad. Mit der Offensive solle der Druck auf die radikalen Islamisten aufrecht erhalten werden, erklärte US-Befehlshaber Jim Boozer. Die Führung in Bagdad teilte unterdessen mit, dass seit Mitte Oktober knapp 700 Gefangene aus US-geführten Gefängnissen im Irak entlassen worden seien.

Die Offensive gegen El Kaida erstrecke sich auf die Provinzen Ninive, Kirkuk, Dijala und Salaheddin, teilte die US-Armee mit. Sie solle an die in jüngster Zeit erzielten Fortschritte bei der Bekämpfung von El Kaida anknüpfen und die Bedingungen für eine dauerhafte Aussöhnung in den nördlichen Provinzen schaffen. Wie viele Soldaten beteiligt sind, wurde zunächst nicht ausgeführt. "Diese Operation ist eine unerbittliche Verfolgung von El Kaida, die offensichtlich versucht haben, in andere Gegenden vorzudringen", erklärte Kommandeur Boozer.

Mehr als 30 Aufständische festgenommen

Bei anderen US-Einsätzen im Irak wurden während mehrerer Armeeeinsätze 30 Aufständische gefangengenommen. Zudem tötete die US-Armee auf der Jagd nach einem Al Quaida-Bombenspezialisten drei Aufständische in der Nähe von Baakuba in der Provinz Dijala. In Tarmijah nördlich von Bagdad wurden demnach zwei weitere getötet.

Der irakische Vize-Präsident Tarek el Haschemi ließ in Bagdad erklären, aus US-geführten Gefängnissen seien seit Mitte Oktober mindestens 683 Gefangene entlassen worden. Allein in der vergangenen Woche gab es demnach 283 Freilassungen. Die Freilassungen sind Teil eines gemeinsamen Programms von Haschemi und der US-Armee, das die Entlassung von Häftlingen vorsieht, die schon lange ohne Anklage im Gefängnis sind.

Insgesamt sind in US-Gefängnissen im Irak rund 20.000 Menschen in Haft, die meisten von ihnen ohne offizielle Anschuldigung. Nach Angaben der US-Armee beträgt die durchschnittliche Haftzeit in den beiden größten US-Gefängnissen Camp Bucca in der Nähe von Basra und Camp Cropper in der Nähe von Bagdad ein Jahr.

Quelle: afp

 
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