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Rex Tillerson
US-Außenminister will offenbar nicht zu Nato-Treffen reisen

US-Außenminister Tillerson reist offenbar nicht zu Nato-Treffen in Brüssel
US-Außenminister Rex Tillerson während einer Pressekonferenz in Washington. FOTO: rtr, KL/ANF/KC
Washington. Der US-Außenminister will Insidern zufolge im April nicht am Nato-Treffen in Brüssel teilnehmen. Aus Regierungskreisen hieß es, Rex Tillerson werde stattdessen nach China reisen.

Zum gleichen Termin reist Donald Trump nach China: Rex Tillerson wolle daher am 6. und 7. April dabei sein, wenn der US-Präsident mit dessen chinesischem Kollegen Xi Jinping spreche, sagten am Montag mehrere Regierungsvertreter in Washington.

Tillerson werde Nato-Vertreter bereits diese Woche bei Gesprächen der von den USA angeführten Allianz im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat treffen. Deshalb sei die Reise nach Brüssel nicht unbedingt nötig, hieß es aus Behördenkreisen. Der drittwichtigste Vertreter des Außenministeriums, Staatssekretär Tom Shannon, werde Tillerson in Belgien vertreten.

Am G7-Gipfel Ende Mai in Italien werde der Außenminister selbst teilnehmen und anschließend nach Moskau reisen.

Frühere US-Regierungsvertreter äußerten die Sorge, dass diese Terminplanung womöglich Beunruhigung unter Verbündeten ihres Landes auslöst. Tillerson könne damit den Eindruck verstärken, dass die Vereinigten Staaten mit Russland anbändeln.

Die Bundespolizei FBI ermittelt derzeit, ob es Kontakte zwischen der Regierung in Moskau und Personen mit Verbindungen zu Trumps Wahlkampfteam gab. Trump hat sich wiederholt lobend über seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin geäußert.

In der Nato hatte Trump für Verunsicherung gesorgt mit der Äußerung, das Verteidigungsbündnis sei "obsolet". Tillerson hatte in seiner früheren Funktion als Spitzenmanager des Ölkonzerns Exxon Mobil jahrelang mit der russischen Regierung zusammengearbeitet.

(juju/REU/AP)
 
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