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San Diego: US-Grenzpolizei erschießt illegalen Einwanderer

zuletzt aktualisiert: 19.05.2006 - 06:36

Los Angeles (rpo). US-Behörden haben einen mutmaßlichen illegalen Einwanderer erschossen, als der versuchte, die Grenze zu passieren. Wie die Polizei mitteilte, hatte das Opfer mit seinem Wagen versucht, gewaltsam den Grenzübergang zu überqueren. Da eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer. Erst kurz zuvor hatte Präsident George W. Bush seine Pläne bekannt gegeben, die Grenze nach Mexiko mit einem Milliarden Dollar großen Zaun abzusichern.

Das Opfer habe am Steuer eines Autos gesessen und versucht, die Grenze zwischen dem mexikanischen Tijuana und San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien zu passieren, teilte die Polizei in San Diego mit. Der Grenzübergang San Ysidro ist einer der meist frequentierten an der 3200 Kilometer langen Grenze zwischen beiden Ländern. 40 Millionen Menschen reisen hier jedes Jahr von Mexiko in die USA ein.

US-Präsident George W. Bush besuchte am Donnerstag die mexikanische Grenze im US-Bundesstaat Arizona. An dem mit Maschendraht und Metallzäunen befestigten Grenzposten bei Yuma betonte Bush erneut die Anstrengungen der USA, ihre Grenzen zu sichern. Illegalen Einwanderer, Drogenhändlern oder Terroristen müsse der Zugang in die USA verwehrt werden, sagte der Präsident.

Zuvor hatte Bush beim Kongress 1,9 Milliarden Dollar (1,49 Milliarden Euro) für eine erste neue Ausbauphase der Grenzanlagen nach Mexiko beantragt. Bush will unter anderem bis zu 6000 Soldaten der Nationalgarde entsenden, neue Grenzschutzbeamte einstellen und moderne Technologien wie Bewegungssensoren, Infrarotkameras und unbemannte Aufklärungsflugzeuge anschaffen lassen.  

Quelle: afp2

 
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