Umstrittene Energiepolitik: US-Innenministerin Norton tritt zurück
zuletzt aktualisiert: 11.03.2006 - 11:00Washington (rpo). Nach fünf Jahren im Amt hat die US-Innenministerin Gale Norton ihren Rücktritt eingereicht. Die 51-Jährige kündigte in einem Schreiben an US-Präsident George W. Bush am Freitag an, sie werde Ende März ausscheiden, um im Privatsektor zu arbeiten. Nortons Ministerium verwaltet rund ein Fünftel des Landes der Vereinigten Staaten und ist für den Naturschutz sowie die Nationalparks verantwortlich.
Dem Innenministerium untersteht zudem die Behörde für Angelegenheiten von Indianern. Umweltschützer brachte Norton mit ihrer Energiepolitik gegen sich auf, die eine Öffnung von Naturschutzzonen für die Förderung von Gas und Erdöl anstrebte.
Zuletzt geriet das Innenministerium in den Sog des Korruptionsskandals um den Lobbyisten Jack Abramoff. Der Starlobbyist mit engen Kontakten zum Weißen Haus hatte unter anderem mehrere dutzend Millionen Dollar abgezweigt, die ihm Indianerstämme für Dienstleistungen gezahlt hatten, die er aber nur zum Teil erbrachte. Abramoff bekannte sich Anfang Januar der Steuerhinterziehung, des Betrugs und der Bestechung schuldig und erklärte sich zur Aussage gegen zahlreiche Abgeordnete bereit.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum