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Neue Initiative
Obama will schärfere Klima-Ziele

Fotos: Zehn Naturwunder, die bald verschwinden werden
Fotos: Zehn Naturwunder, die bald verschwinden werden FOTO: flickr/ cc by-sa 2.0/Guillaume Baviere
Washington. Obama will sich als Kämpfer gegen den Klimawandel einen Namen machen. 
Von den Republikanern ist harter Widerstand zu erwarten. Der Präsident hat dabei auch den Klima-Gipfel in Paris Ende des Jahres im Blick.

US-Präsident Barack Obama will am Montag seine Initiative zur Bekämpfung des Klimawandels bekanntgeben. Nach den neuen Vorgaben müssten Kraftwerke ihren Schadstoffausstoß bis 2030 um 32 Prozent im Vergleich zu 2005 verringern, berichtete die "New York Times" am Sonntag.

Sollten die Vorsätze umgesetzt werden, müssten Hunderte Kohlekraftwerke schließen, schreibt die Zeitung. Allerdings zeichnet sich bereits starker Widerstand der Republikaner ab.  

Obama selbst sprach vom "größten, wichtigsten Schritt zur Bekämpfung des Klimawandels, den wir jemals getan haben". Der Klimawandeln sei nicht mehr zu leugnen, der Kampf gegen die Treibhausgase könne nicht auf die nächste Generation verschoben werden, meinte er in einem auf Facebook veröffentlichten Video.

BREAKING: On Monday, President Obama will release the final version of America's Clean Power Plan—the biggest, most important step we've ever taken to combat climate change. If you agree that we can't condemn our kids and grandkids to a planet that's beyond fixing, share this video with your friends and family. It's time to #ActOnClimate.

Posted by The White House on Samstag, 1. August 2015

Die Initiative soll zugleich eine mutige Vorgabe für den Klima-Gipfel in Paris Ende des Jahres sein, wenn die Welt nach jahrelangem Zögern entschlossene Schritte gegen Treibhausgase und Erderwärmung beschließen will. Obama gehe es auch um sein Bild in den Geschichtsbüchern, meint die "New York Times". 

Bei den Vorgaben handelt es sich um eine deutliche Verschärfung entsprechender Bestimmungen aus dem Jahr 2014. Energieunternehmen würden aufgerufen, stärker auf Wind- und Sonnenenergie umzustellen oder von Kohle auf Erdgas umzusteigen, schreibt die Zeitung weiter.
Einzelne Bundesstaaten würden aber weiterhin Spielraum für ihre Energiepolitik behalten.

Allerdings dürfte auch der Widerstand von Republikanern und einer ganzen Reihe von Bundesstaaten erheblich zunehmen. Staatsanwälte von etwa einem Dutzend Staaten planten bereits juristische Schritte.
Höchstwahrscheinlich dürfte der Streit bis zum Supreme Court, dem höchsten US-Gericht, eskalieren.  

Obama hatte sich bereits im Wahlkampf 2008 als Klima-Vorreiter präsentiert, dann aber rasch aufgegeben. Als große innenpolitische Errungenschaft hat er bisher vor allem die Gesundheitsreform vorzuweisen - Klimaschutz soll zum weiteren Markenzeichen seiner Präsidentschaft werden, die im Januar 2017 endet.   

(dpa)
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