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Wieder ein Angriff: US-Schiff gelingt Flucht vor Piraten

zuletzt aktualisiert: 15.04.2009 - 06:33

New York (RPO). In der Nacht zum Mittwoch haben somalische Piraten erneut ein US-Schiff attackiert. Die "Liberty Sun" konnte nach US-Angaben fliehen, sei dabei aber beschädigt worden. Die Piraten schossen nach Angaben des New Yorker Schiffseigners mit automatischen Waffen und Granaten auf das Schiff. Die "Liberty Sun" war mit Hilfsgütern auf dem Weg von Houston in Texas nach Mombasa, Kenia.

Der Besatzung gelang es, den Seeräubern dank geschickter Ausweichmanöver zu entkommen, wie ein Sprecher der US-Marine später in Bahrain am Stützpunkt der 5. Flotte mitteilte. "Das kann alles Mögliche sein: vom Zick-Zack-Kurs bis zum Beschleunigen und solchen Dingen. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass dies sehr effektiv ist."

Als das Kriegsschiff "USS Bainbridge" die "Liberty Sun" rund fünf Stunden nach der Meldung des Überfalls am Dienstag erreichte, waren die Piraten bereits wieder verschwunden.

Zuvor hatten sich dramatische Szenen an Bord des Frachters abgespielt. "Wir werden von Piraten angegriffen, wir werden von Raketen getroffen", schrieb Besatzungsmitglied Thomas Urbik in einer E-Mail an seine Mutter. "Wir haben uns im Maschinenraum verbarrikadiert. Bislang ist niemand verletzt. Eine Rakete hat das Bugschott durchdrungen, das Loch ist aber klein. Kleines Feuer, aber gelöscht."

An Bord der "Bainbridge" war auch der als Held gefeierte amerikanische Kapitän Richard Phillips, den Scharfschützen der US-Marine nach fünf Tagen aus der Hand von Seeräubern vor der Küste Somalias befreit hatte. Bei der Kommandoaktion wurden am Sonntagabend drei Piraten getötet und einer gefangengenommen. Daraufhin drohten die Piraten mit Vergeltung, insbesondere die USA würden ins Visier genommen.

Am Dienstag brachten die Seeräuber zwei weitere Frachter in ihre Gewalt. Damit kaperten sie binnen zwei Tagen vier Schiffe.