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"Trump-Generator"
Beleidigen lernen mit Donald Trump

Beleidigen lernen mit Donald Trump und dem "Trump-Generator"
FOTO: Twitter
Washington. Donald Trump nimmt kaum ein Blatt vor den Mund. Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat ist für seine verbalen Ausfälle bekannt. Twitter- und Facebook-Nutzer können mit den Sprüchen des 69-Jährigen jetzt personalisierte Beleidigungs-Tweets verfassen und mit ihren Freunden (oder Feinden) teilen – über den "Trump-Generator". Von Emily Senf

Erst kürzlich hatte Trump der Moderatorin Megyn Kelly vom Sender Fox News unterstellt, ihn nur deswegen in einem Interview so kritisch befragt zu haben, weil sie Menstruationsprobleme gehabt habe. "Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam. Blut kam aus wo auch immer", sagte er auf CNN. "Ich denke, der Typ ist viel zu weit gegangen - beleidigend, ungeheuerlich", ließ Gegenkandidatin Hillary Clinton prompt verlauten.

Nicht mit allen seinnr Sprüche bewegt sich Trump am Rande der Geschmacklosigkeit. Die meisten eignen sich aber zumindest für ein amüsiertes Schmunzeln. 27 davon hat der Trump-Generator auf Lager.

Das Vorgehen ist simpel: Unter www.trumpgenerator.com geben die Nutzer den Namen einer Person oder den ihres Twitteraccounts ein. Dazu wählen sie einen Spruch, in den der Name integriert wird, sowie ein Hintergrundbild und posten das Ganze entweder auf Facebook oder bei Twitter. Vorher sollten sie sich aber sicher sein, dass der Empfänger Spaß versteht.

Einige der Zitate sind ziemlich harmlos. Person X "braucht eine neue Brille", "ist ein Heuchler" oder "ist so dumm wie ein Fels" heißt es da. "Verlierer wie X benutzen mich, um sich selbst in die Öffentlichkeit zu stellen. Sie sind drittklassig", lautet ein anderer Spruch, ebenso wie: "X ist ein totaler Verlierer" und "X ist ein überschätzter Clown, der redet, ohne die Fakten zu kennen". Wie er Gegnern schaden kann, weiß Trump auch: "X ist ein Dummkopf. Guck Dir nur seine Vergangenheit an". 

Auf den Fotos, die die Nutzer als Hintergrundbild wählen können, ist der Präsidentschaftskandidat in entschlossenen Posen zu sehen. Mal hat er wild gestikulierend die rechte Hand erhoben, ein anderes Mal scheint er sein Gegenüber mit seinem Zeigefinger bedrohen zu wollen, dann wiederum lässt er zwar mal die Arme hängen, aber sein Blick ist abschätzig. 

Wer den Trump-Generator entwickelt hat, offenbart die Seite nicht. Aber wer möchte, kann ihm per E-Mail weitere Beleidigungen schicken.

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