Ex-Präsident Bill Clinton hat vor einer begeisterten Menge in Kissimmee, Florida, erstmals Wahlkampf für Barack Obama gemacht.
Clinton pries Obama in der Nacht zu Donnerstag vor 35.000 Anhängern als "Amerikas Zukunft".
Im Vorwahlkampf hatte der Ehemann der gescheiterten Kandidatin Hillary Clinton den schwarzen Senator noch scharf attackiert. Clinton stellte den 47-Jährigen als unerfahren und konzeptlos hin.
Fünf Tage vor der Wahl aber bekräftigte Clinton, der Senator aus Illinois sei der richtige Mann, um die USA aus der Wirtschaftskrise zu führen.
Mit Blick auf den Vorwurf von Obamas republikanischem Rivalen John McCain, Obama plane die Umverteilung von Reichtum, sagte Clinton, die Republikaner hätten in den vergangenen acht Jahren "die größte Umverteilung von Reichtum von unten nach oben seit den 20er Jahren geleitet - und wir alle wissen, wohin das geführt hat".
Die Demokraten hätten in der Vergangenheit zudem mehr Millionäre und Milliardäre gemacht als die Republikaner unter George W. Bush, erklärte der Ex-Präsident. Obama werde jetzt erneut dafür sorgen, dass die Einkommen der Mittelklasse stiegen.
Der Ex-Präsident soll in Florida dazu beitragen, Obamas knappen Vorsprung von vier Prozent zu verteidigen. Ein Sieg Obamas im "Sunshine State" würde nach aktueller Situation wahrscheinlich den Einzug ins Weiße Haus bedeuten.
Der Auftritt in Florida war das erste Mal, dass Clinton für den Kandidaten in den Wahlkampf zog. Dem Ex-Präsidenten war persönlicher Groll gegenüber Obama nach dessen Vorwahl-Sieg gegen Hillary Clinton nachgesagt worden. Davon war in Florida jedoch nichts zu spüren.
Obama führt in der nationalen Umfrage mit rund sieben Prozent vor dem Republikaner McCain.