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Donald Trump provoziert weiter
"Meine Fans stehen zu mir – selbst wenn ich jemanden erschieße"

Fotos: Tycoon, Unternehmer und Präsidentschaftskandidat
Fotos: Tycoon, Unternehmer und Präsidentschaftskandidat FOTO: afp, so
Sioux Center. Donald Trump scheint sich der Loyalität seiner Fans sicher zu sein. Nichts würde deren Treue ändern, selbst tödliche Waffengewalt nicht, prahlt der Immobilienmogul in Iowa.

US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hält seine Unterstützer für bedingungslos treu. "Ich könnte mitten auf der Fifth Avenue (in Manhattan) stehen und jemanden erschießen, und ich würde keine Wähler verlieren, alles klar?", sagte Trump am Samstag bei einem Auftritt im christlichen Dordt College in der Stadt Sioux Center in Iowa. Mit den Worten versuchte sich der Milliardär von Senator Ted Cruz abzusetzen, seinem derzeit ärgsten Rivalen im Ringen um die Gunst der republikanischen Wähler in dem US-Staat.

In Iowa findet in neun Tagen die erste Vorwahl statt, die offiziell Wahlversammlung genannt wird. Bis zum Sommer buhlen die Bewerber in allen Staaten um Stimmen, um dann zum Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei gekürt werden zu können. Die eigentliche Wahl ist im November.

Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten FOTO: dpa, lws hm ase

Neben seinen innerparteilichen Konkurrenten nahm sich Trump bei der Kundgebung in Sioux Center den konservativen Radiomoderator Glenn Beck vor. Dieser sei ein "Verlierer" und "Trauersack." Im Übrigen sei ihm die jüngste Rückendeckung der Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin wichtiger als wenn sich Beck auf seine Seite geschlagen hätte, erklärte Trump.

Beck gehört zu fast zwei Dutzend konservativen Denkern, die sich in Essays im "National Review Magazine" jüngst gegen Trump ausgesprochen hatten. Am Samstag trat der Radiomoderator auf einer Veranstaltung von Cruz in Ankeny in Iowa auf. Dort gab er eine Wahlempfehlung für den Senator aus und attackierte Trump scharf. "Die Zeit für Blödeleien und Reality-Show-Taktiken ist vorbei", erklärte Beck. Ein Sieg Trumps bei der Vorwahl am 1. Februar würde nachhaltige Konsequenzen haben, warnte er zudem.

Erzkonservative Palin wirbt für Donald Trump

Cruz selbst konzentrierte sich bei seinem Auftritt in Ankeny fast ausschließlich auf Trump. Es gebe da einen republikanischen Kandidaten, der "über 60 Jahre seines Lebens hinweg" Abtreibungen in fortgeschrittenem Stadium und eine "sozialistische medizinische Versorgung im Stile Bernie Sanders' für alle" unterstützt habe, sagte Cruz. Trump ist 69 Jahre alt. Sanders, ein liberaler Senator, ringt bei den Demokraten mit Ex-Außenministerin Hillary Clinton um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat.

Trumps jüngsten Aussagen nahm Cruz gelassen. "Ich werde Donald für sich selbst sprechen lassen. Ich kann sagen, dass ich nicht die Absicht habe, irgendjemanden in dieser Kampagne zu erschießen", sagte er.

(spol/ap)
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