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US-Wahlkampf
Trumps Anhänger legen Telefonanschluss von Rivale Graham lahm

Donald Trump: Tycoon, Unternehmer, Präsident
Donald Trump: Tycoon, Unternehmer, Präsident FOTO: afp, so
Washington. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump provoziert weiter seine Rivalen in der eigenen Partei. Am Dienstag verlas er öffentlich die Handynummer von Senator Lindsey Graham, der sich ebenfalls um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat seiner Partei bewirbt. Graham hatte Trump einen Esel genannt.

Trumps Anhänger brachten daraufhin Grahams Telefonanschluss zum Kollaps. Trump legt sich seit Tagen systematisch mit seinen Parteikollegen an. Am Wochenende hatte er sich abfällig über die Gefangenschaft des republikanischen Senators John McCain im Vietnamkrieg geäußert. Das brachte ihm Kritik anderer Präsidentschaftskandidaten und der Republikanischen Partei ein.

Graham sagte in dem Zusammenhang dem Sender CBS, Trump habe den Bogen überspannt: "Bewerben Sie sich als Präsident. Aber seien Sie nicht der größte Esel der Welt."

Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten FOTO: dpa, lws hm ase

Milliardär Trump reagierte, indem er Graham bei einem Wahlkampfauftritt als "Idioten" und als "Leichtgewicht" bezeichnete. Dann hielt er einen Zettel in die Luft und verlas die Telefonnummer des Senators. In Kürze war Grahams Mailbox voll, wie eine Sprecherin bestätigte. Graham selbst schrieb auf Twitter. "Werde mir wahrscheinlich ein neues Telefon holen. iPhone oder Android?"

Trump hatte sein Geld mit Immobilien und als Fernsehmoderator verdient. Der 69-jährige Unternehmer sorgte bereits mit seiner Bewerbungsrede Mitte Juni für Aufruhr, als er Einwanderer aus Lateinamerika als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnete. Trotzdem liegt er in Umfragen an der Spitze der mittlerweile 16 republikanischen Bewerber.

Donald Trump und Co. – Promis in der Politik FOTO: ap
(ap)
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