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US-Präsidentschaftsanwärter
Erneut Prügelei bei Auftritt von Donald Trump

Gewaltsamer Zwischenfall bei Wahlkampfauftritt Donald Trumps
Gewaltsamer Zwischenfall bei Wahlkampfauftritt Donald Trumps FOTO: ap
Tucson. Erneut ist es bei einem Wahlkampfauftritt von Donald Trump zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Ein Anhänger des Präsidentschaftsbewerbers schlug auf einen Gegner des Milliardärs ein.

Videoaufnahmen des Fernsehsenders NBS zeigen, wie ein Besucher der Veranstaltung in Tucson (Arizona) am Samstag (Ortszeit) einen Gegner des Milliardärs schlägt und anrempelt, während dieser von Sicherheitsleuten aus dem Saal gebracht wird. Der Mann hatte ein Plakat mit Trumps Gesicht und der Aufschrift "Schlecht für Amerika" hochgehalten.

Nach Angaben von NBC wurde der Angreifer überwältigt und in Handschellen weggebracht. Er muss sich laut Polizei wegen tätlichen Angriffs verantworten. In letzter Zeit führt die aggressive Rhetorik des Milliardärs zunehmend zu Gewalt zwischen seinen Fans und Gegnern.

Unterstützung von umstrittenem Sheriff

Im rund 170 Kilometer entfernten Phoenix hatten zuvor etwa 50 Gegner vergeblich versucht, eine Zufahrtstraße zu Trumps Auftrittsort zu blockieren. Drei der Demonstranten wurden festgenommen und zwei Wagen abgeschleppt. In Arizona finden am Dienstag die nächsten wichtigen Vorwahlen statt.

Während seiner Rede in Phoenix unterstrich Trump seine Absicht, das Militär wieder aufzustocken und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Zudem sagte er, er werde das Gesetz schützen, demzufolge Waffen getragen werden dürfen. Das ist gerade in Arizona, wo Waffen befürwortet werden, ein besonders wichtiges Thema.

Trump wurde bei seinen Auftritten am Samstag vom umstrittenen Sheriff Joe Arpaio unterstützt. Die Demonstranten, die die Zufahrt blockiert hätten, seien "ins Gefängnis geworden worden", sagte Arpaio auf Trumps dritten und letzten Veranstaltung des Tages in Tuscon. Er sei beeindruckt vom bestimmten Wahlkampfauftreten des Republikaners und sich sicher, dass dieser seine Wahlversprechen halten werde, so der Polizist.

Auch in New York protestierten Trump-Gegner

In Tucson warf Trump seiner demokratischen Mitbewerberin ums Weiße Haus, Hillary Clinton, vor, die Demonstranten zu seinen Veranstaltungen zu schicken. Die Störung durch eine Reihe von Protestierenden nahm er zunächst nicht ernst, ließ sie dann aber herauswerfen. Einen Aktivisten mit einem Ku-Klux-Clan-Kapuzengewand bezeichnete er als "ekelhaft".

Auch in New York versammelten sich am Central Park Hunderte Trump-Gegner. Unter großer Polizeipräsenz marschierten sie zum Trump Tower auf der Fifth Avenue, wo der Immobilienunternehmer lebt, und sangen dabei "Donald Trump, geh weg, Rassist, Sexist, Schwulen-Gegner". Auf einem Schild stand: "Tausche einen Donald Trump gegen 25 000 Flüchtlinge."

(das/AFP/AP)
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