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Rennen um US-Präsidentschaft
Republikaner George Pataki gibt auf

Fotos: George Pataki – US-Präsidentschafts-Kandidat 2016
Fotos: George Pataki – US-Präsidentschafts-Kandidat 2016 FOTO: afp, dm/pr
Berlin/New Hampshire. Der Republikaner George Pataki steigt aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft aus. Damit bleiben noch zwölf republikanische Anwärter übrig. 

 An diesem Abend ende seine Reise zum Weißen Haus, erklärte der frühere Gouverneur von New York in einem Beitrag, der am Dienstagabend von lokalen Ablegern des Senders NBC in New Hampshire, Iowa und South Carolina ausgestrahlt wurde. 

Die US-Staaten gehören zu den ersten, in denen die Parteien im kommenden Jahr ihre Präsidentschaftskandidaten aussieben. Mit Patakis Abschied verbleiben bei den Republikanern noch zwölf Kandidaten: elf Männer und eine Frau.

Pataki gilt als moderater Republikaner. Als Gouverneur führte er New York während der Terroranschläge vom 11. September 2001. Im dicht gedrängten Feld der republikanischen Präsidentschaftsbewerber war es ihm jedoch nicht gelungen, Fuß zu fassen. Die Nase vorn haben derzeit politische Quereinsteiger wie der Milliardär Donald Trump.

Fotos: Das sind die Präsidentschaftskandidaten FOTO: dpa, lws hm ase

Bruce Breton, Politiker in New Hampshire und Mitglied von Patakis örtlichem Wahlkampfteam, sagte, dieser habe ihn am Dienstagnachmittag angerufen und ihm seinen Ausstieg eröffnet. Patakis Kampagne habe Mühe gehabt, Geld zu sammeln und die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. "Er sagte, er konnte keine Zugkraft entfalten. Er hat hart gearbeitet, es war einfach nicht sein Jahr", sagte Breton.

Bei der Ankündigung seiner Bewerbung im Mai hatte Pataki sich selbst als Außenseiter bezeichnet, der im Ringen mit bekannteren Rivalen wenig Chancen habe. Zwar hatte er sich zuletzt Hoffnungen auf einen Erfolg in New Hampshire gemacht. Doch stach Pataki weder in örtlichen noch in landesweiten Umfragen heraus.

In der Folge schaffte er es auch nicht in die Hauptdebatten der in der Wählergunst führenden republikanischen Präsidentschaftsbewerber und verpasste so die Chance, ein Millionenpublikum zu erreichen.

Besonders frustriert zeigte er sich über den Aufstieg von Trump. Anfang Dezember teilte Pataki bei einer TV-Debatte der abgeschlagenen Außenseiter-Kandidaten hart gegen den Immobilienmogul aus New York aus. Dieser sei für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten ungeeignet. "Donald Trump ist der Nichtswisser-Kandidat des 21. Jahrhunderts und darf nicht unser Nominierter werden", sagte Pataki.

In seiner jüngsten Rückzugsankündigung drückte der 70-Jährige seine Hoffnung aus, dass "wir die richtige Person wählen werden, jemand, der uns zusammenbringt und versteht, dass Politiker - darunter der Präsident - des Volkes Diener sein müssen und nicht dessen Meister."

Die US-Präsidentschaftswahl ist für November nächsten Jahres geplant. Amtsinhaber Barack Obama kann nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Bei den Demokraten gilt Ex-Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin.

Hier sehen Sie alle US-Präsidentschaftsbewerber zur Wahl 2016.

(jco/ap)
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