Hillary Clinton betritt den US-Kongress. Barack Obama (oben rechts) schaut demonstrativ zur Seite.
Was war passiert? Obama hatte zuvor mit Polit-Ikone Edward Kennedy, dem Bruder des ermordeten Präsidenten John F., den Kongress betreten.
Kennedy hatte sich zuvor offen für Obama ausgesprochen. Während George Bushs Rede zur Lage der Nation saß er an Obamas Seite.
Der Kennedy-Clan spricht von Obama als würdigem Erben von John F. Kennedy. Für Hillary Clinton ist das eine Demütigung.
In der Nacht zum Dienstag suchte auch sie den Kontakt zu dem Senator von Massachusetts. Obama tut so, als ob Clinton gar nicht da wäre.
Was sich in dieser Nacht im ehrwürdigen US-Haus ereignete, erinnerte ein bisschen an das Verhalten von Kindern.
Im Wahlkampf hatten Clinton und Obama einander schon zuvor persönlich angegriffen.
Nicht nur Johns Bruder Edward adelte den Demokraten mit seiner Unterstützung. Auch Kennedys Tochter Caroline und Edwards Sohn Patrick zeigen offen ihre Sympathien.
Auf einer Wahlveranstaltung an der American University in Washington zeigten sich die Kennedy Seite an Seite mit dem schwarzen Hoffnungsträger.
Der Senator von Massachusetts pries Obama als Mann mit den "außerordentlichen Talenten Führungsstärke und Charakter".
Die Kennedys haben in Amerika den Status einer Legende. Auch Republikaner suchen die Gunst von Edward.
Obama hat sie bekommen. Für den Super Tuesday ein gewaltiges Plus im Kampf gegen die Erzrivalin.