US-Vorwahlkampf: Hillary Clinton drücken Schulden
zuletzt aktualisiert: 01.04.2008 - 19:27Washington (RPO). Der US-Vorwahlkampf dauert für Hillary Clinton länger als gedacht. Das geht an die Nerven und seit einiger Zeit auch ans Geld. US-Medienberichten zufolge wird die Situation immer dramatischer. Demnach drücken Clintons Wahlkampfteam 8,7 Millionen Dollar Schulden. Sogar bei ihrer alten Schule stand Clintons Kampagne in der Kreide.
Nach einem Bericht der "Chicago Tribune" können Rechnungen nicht mehr bezahlt werden. Saalvermieter und Veranstalter blieben auf ihren Kosten sitzen.
Besonders pikant: Clinton Wahlkampfteam schuldete einer High School in Park Ridge (US-Bundesstaat Illinois) über drei Millionen Dollar. Clinton hatte dort Veranstaltungen vor dem "Super Tuesday" abgehalten. Die Schule schickte eine Mahnung. Ein Clinton-Sprecherin versicherte jetzt der US-Zeitung, die Rechnung sei inzwischen bezahlt. Clinton selbst hatte als Kind dort die Schulbank gedrückt.
Insgesamt soll das Clinton-Team Außenstände bei rund 700 Personen haben. Zudem soll sie die Zahlung der Krankenkassenbeiträge für ihre Mitarbeiter in Höhe von 300.000 Dollar aufgeschoben haben.
Die Kandidaten in den USA sind verpflichtet über ihre Spenden und Ausgaben regelmäßig der Bundeswahlkommission zu berichten. Aus den Daten geht auch hervor, dass Clintons Widersacher Barack Obama deutlich besser dasteht. Zwar standen bei ihm auch 600.000 Dollar minus zu Buche. Dabei handele es sich dem Bericht zufolge jedoch um kurzfristige Verbindlichkeiten, keine dauerhaften Schulden.
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